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  • Robin Vienken Coaching

Einfach rumsitzen? Effekte von Meditation auf das Gehirn


Meditation ist eine über 2500 Jahre alte Form der inneren Einsicht, welche ihre Wurzeln im Buddhismus findet.

Du hattest nicht vor Buddhist zu werden?

Keine Bange. Es ist nicht notwendig, einer Religion angehörig zu sein oder sich in eine Berghöhle zurück zu ziehen, um die Effekte spürbar werden zu lassen.

Was allerdings entscheidend hilft ist der Mut sich auf den Weg zu machen, um den eigenen Verstand da oben zu daten und kennen zu lernen.

Das ganze ist keine scheinheilige Spaßveranstaltung, wo mal ganz easy Ommmm gesungen wird.


Meditation ist eine sehr tiefgründige Übungspraxis, welche sich wunderbar für unsere Zeit eignet.

Man könnte sagen: Vor allem, für unsere Zeit.

Durch den rasant beschleunigten Lebensstil und die Technologisierung ist es kein Wunder, dass das Stresslevel neue Dimensionen erreicht und durch die Decke schießt. Es geht höher, schneller, weiter...ohne Rücksicht auf Verluste.

Mittlerweile wird bei nahezu jeder Krankheit, ob psychisch oder physisch, Stress als Teilfaktor auf der Liste der Ursachen/Auslöser angeführt.

Weltweit leiden ca. 350 Millionen Menschen an Depression...guten Morgen :(.


Woher kommt dieser Stress?

Das kann man kaum pauschal beantworten, aber...


Unter anderem neigen Gedanken zu dem Versuch vorhersehen zu wollen, was als Nächstes passiert. Ständig zu planen, planen, planen, oder bereits Geschehenes erneut durchzukauen.

"Was muss ich noch alles erledigen um Ruhe zu haben? Poah, nach der Arbeit noch einkaufen und auf Whatsapp Nachrichten antworten. Ach hätte ich mal Gestern in dem Gespräch noch diesen einen Satz gesagt" etc.

Ein konstantes hin- und her springen zwischen Zukunft und Vergangenheit mit dem Wunsch, Sicherheit und Kontrolle über die Geschehnisse in der Welt zu erlangen.

Doch was so wirklich wirklich als Nächstes kommt weiß kein Gedanke...die Vergangenheit ist auch nicht mehr beeinflussbar...und das stresst!

Auch wenn es wie ein Kalenderspruch klingt: Das einzig "reale" und kontrollierbare passiert genau jetzt grade (wie der weise Radio Song "das ist alles nuuuur in deinem Kopf :D").

Um aus dem rotierenden Hamsterrad auszusteigen, ist es also essentiell zu lernen, präsent im Moment anzukommen. Fokus auf das Jetzt (was nicht heißen soll verantwortungslos die Planfähigkeit und Vorstellungskraft die wir haben zu ignorieren, sondern dieses Tool bewusst nutzen zu lernen, anstatt davon benutzt zu werden).

Sich darin üben wahrzunehmen, wo man grade ist, was die Gedanken beschäftigt und zu fragen: Wie geht es mir eigentlich grade? Wo möchte ich eigentlich so schnell hin...? Ist diese Denk- und Handlungsweise gesund? Förderlich für mich und mein Umfeld?


Und hier setzt Meditation an.

Innerhalb der Achtsamkeitsmeditation besinnt man sich beispielsweise darauf, seine Aufmerksamkeit auf einem Objekt wie dem Atem zu bündeln, welches einen Anker im aktuellen Geschehen bietet. Dies kann unbeschreibliche Vorteile bringen...

So ist mittlerweile anatomisch und wissenschaftlich belegbar, dass Meditation in engem Zusammenhang mit Stressreduktion und vermehrt positiven Emotionen steht.

Dies kann über bildgebende, technische Verfahren sichtbar gemacht werden.


Der lange bestehende Glaube, das Gehirn würde ab einem gewissen Alter nur noch "abbauen", ist glücklicherweise widerlegt.

Neuroplastizität, die Veränderungsfähigkeit unseres Gehirns, ist in diesem Zuge eine unglaubliche, positive und recht neue Erkenntnis.

Das Gehirn ist verformbar.

Zum Beispiel durch Meditationstraining.


In empirischen Studien konnte gezeigt werden, dass die Teilnahme an Meditationskursen über 8 Wochen mit einer deutlich geringeren Aktivität des Angst- und Stresszentrums im Gehirn einhergeht. Dieser mandelförmige Hirnbereich, Amygdala genannt, kann sogar durch das Achtsamkeitstraining schrumpfen!

Gleichermaßen konnten die Studien zeigen, dass die Bereiche des Gehirns, welche positiven Emotionen enstehen lassen, durch Meditation deutlich aktiver werden.


Kurz gesagt gibt es also bei regelmäßiger Übung eine Art Verschiebung der Hirnaktivität, weg von der Angst, hin zu Wohlbefinden.

Ein bisschen so als würde man nach jahrelangem Reisen auf ein und denselben Wegen sagen: "Komm, irgendwann reicht es auch, Zeit für neue (neuronale) Pfade!"


Also dann, ab Richtung happy life und alles schön?

Auch wenn bereits nach 8 Wochen Veränderungen im Gehirn erkennbar sind, haben die untersuchten Teilnehmer der Studien hier mit viel gewohnheitsmäßigem Verhalten gebrochen und beständig geübt. Immer und immer wieder die innere Stimme, die ein Meister im Ausreden finden ist überwunden ("Schon wieder rumsitzen? Heute wirklich wieder? Ich muss doch eigentlich viel wichtigeres...?"). No excuses.

Meditation ist kein "esoterischer Zirkus", wie es der ein oder andere Skeptiker vielleicht meinen könnte. Die Übung erfordert wie Eingangs angedeutet Disziplin und eine freundliche Entschlossenheit, nach innen zu schauen. Es lohnt!


#meditation #achtsamkeit #freundlichkeit #beständigkeit #entschlossenheit #brainfunction


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